Archive for Februar 2010

Schnittmengen

Februar 28, 2010

Ich geb den Träumen einen Schwung, ich geb dem Träumen Raum;

mit melancholischem Gefühl verlass ich diese kaum.

Ich bin Ästhet und seh Details, die oft kein andrer sieht,

weil er vor seinen Wünschen und seinen Träumen flieht.

Doch hin- und wieder trifft es sich, die Träume schneiden sich,

es resultiert ein Chaos und danach ein Trennungsstrich.

Ein Zauber, sag ich euch, es kracht, es explodiert ein Stern,

die Träume jagen durch die Nacht mit ihrem Möchtegern.

 

Schakim

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Traum vom Fliegen

Februar 24, 2010

 

Ich fliege durch die Träume, ich fliege durch den Wald,

mein Fliegen ist wie alles in Träumen ewig alt.

Ich fliege wie ein Heli mit der Computermaus,

und stürzt der PC ab, dann setzt der Zauber aus.

 

Doch halt! Nicht ewig dunkel steht der Wald.

 

Ich fliege in den Himmel, in dieses helle Blau

auf meinem Apfelschimmel der Marke Eigenbau.

Da braucht es keinen PC, da bracht es keine Maus,

da braucht es echte Träume, die gehen mir nicht aus;

sie leuchten und sie gleissen wie eine LED.

Und wenn ich mich nicht irre, dann flieg ich wie der Schnee

und gleite sanft als Sechskantstern

dem Hokuspokus PC fern

in eine andre Welt hinein …

So soll der Traum vom Fliegen sein.

 

Schakim

Murmeln

Februar 20, 2010

 

Die Wirklichkeit versteckt sich hinter Schleiern,

sie turnt hinein in eine virtuelle Welt.

Und ahnungslose Virtuelle feiern

mit eignen Regeln, weil es ihnen so gefällt.

Sie murmeln, runzeln ihre Denkerschläfen

und tippen ganz ergriffen in die Tastatur.

Wenn diese sich im wahren Leben träfen,

dann tickte plötzlich etwas anders ihre Uhr.

So aber wachsen stetig neue Träume,

die künstlich aufgebaute Welt erscheint real.

Da gibt es wirklich internette Räume

mit Plaudertaschen – unermesslich ihre Zahl!

Und dieser sucht sich Rat und findet Worte

und jener spricht ganz einfach über dies und das –

Es ist fast wie auf einer Vogelwarte:

Besucher kommen und entdecken – welch ein Spass ….

 

Schakim

gut und schlecht

Februar 19, 2010

 

Was ist gut und was ist schlecht?

Gibt es eine Antwort hier?

Wer entscheidet? Wer hat Recht?

Mitten in dem Wortgeflecht

tummelt sich ein wilder Stier.

Manchem Mann und mancher Frau

wird’s zu bunt – man wird nicht schlau.

 

Schakim

Horche

Februar 15, 2010

Horche in die Tiefe, horche in den Lärm,

sind es vielleicht Briefe? Er weit weg und fern?

Vieles wird geschrieben, vieles wird verdaut,

manches bleibt auch liegen und doch sehr vertraut.

Horche in die Stille, sieh den Tropfen an,

Menschen prägt der Wille – dies ein Leben lang!

Inseln sich erträumen, Lebensfreude, Lust,

soll man nicht versäumen, denn der Alltagsfrust

klebt sich wie ein Haufen Dreck

an die Füsse und muss weg!

 

 

Schakim

Wintergast

Februar 13, 2010

Ich bin den Winter langsam müd,

er zieht sich masslos in die Länge –

Mir wär die Sonnenwärme lieb,

insektenvolle Blumenhänge.

 

Die Landschaft zeigt sich druckerbleich

beklemmend eng, voll grauer Schlieren.

Der Winter spielt uns einen Streich,

wir kämpfen kraftvoll und verlieren …

 

Ich puste meine Seele frei,

erlebe darin Inselwelten,

entlock dem Vogel einen Schrei –

Wir tun das alle viel zu selten.

 

Der Winter ist ein arger Gast

mit eisgekühlter Zunge,

erdrückt er doch die Seele fast –

Noch funktioniert die Lunge.

 

Gesinnungswandel wär nicht schlecht:

Der Winter ist ein grosser Renner!

Er ist ein Jahreszeitenhecht,

wir lieben ihn und sind Bekenner.

 

Beeindruckt sind wir von dem Held

mit seinen grossen Eispalästen –

Er zeigt das andre Bild der Welt:

Wir sind hier Gast – er will uns testen.

 

Schakim

anders

Februar 10, 2010

Durch Träume fühl ich mich sehr oft betrogen,

sie zeigen sich in Elefantengrösse.

Die Fantasie ist masslos überzogen

und gibt sich selbstlos eine Blösse.

 

Ich ziehe mit der Wirklichkeit Vergleiche,

damit die Träume bald einmal verstummen,

dann tauchen wieder neue auf und summen –

Wie mach ich ’s bloss, dass ich mein Ziel erreiche?

 

Bescheidenheit entpuppt sich fast wie Steine,

sie glänzt nur, ist sie tränenfeucht und rutschig.

Wie Hunde hält man sich an einer Leine

und fühlt sich dabei hin- und wieder putzig …

 

Sind Träume nicht wie liebe Kinderbriefe?

Sie zeigen Freude und sie zeigen Trauer.

Beim Durcheinander braucht es Eintauchstiefe,

dann wird man nach und nach ein bisschen schlauer.

 

Im Kerzenlicht erhoff ich mir ein Zeichen –

Besinnlich werd ich, etwas eingekehrter.

Dem Schicksal aber kann ich nicht entweichen,

versuch ich ’s anders, wird’s verkehrter …

.

Schakim

Ziegenbock

Februar 9, 2010

Ich bin ein kleiner Ziegenbock
und lache in die Welt,
nicht festgebunden an ’nem Pflock,
ich mach, was mir gefällt!
Die Hörner wachsen krumm und schön,
mein Meckern kann man hör’n und seh’n –
Seht, zickig sein gefällt!

Ich bin kein kuschlig Schmusetier
und glaube nicht an Gott,
ein kleiner Teufel steckt in mir,
der piekst und stupft ganz flott!
Begeistert stampf ich durch viel Schlamm
und sammle Ungeziefer an –
Und weiter geht’s – Galopp!

Earphones

Februar 9, 2010

 

Manchmal will ich und manchmal will ich nicht

hören Lärm und vertraute Stimmen,

doch des Feuerzeugs Leuchten, Glimmen,

sendet knisternde Spuren, gibt mir Licht.

 

Manchmal sind mir die Earphones nicht vertraut.

Manchmal ist mir der Schall im Ohr zu laut.

Manchmal hör ich das Eis, wie’s leise taut.

Töne dringen nicht immer bis ins Ohr,

kommen Schalldämpfer Earphones  zuvor.

 

Flüchtig sind oft Gedanken und der Ton.

Stimmen suchen Gehör und Ohren –

Jeder kennt wie die Würmer bohren.

Irgenwie fehlt’s mir an Konzentration.

 .

Schakim

Persönlichkeit

Februar 7, 2010

Menschen lachen leise

auf geheime Weise,

Menschen lachen laut,

allen so vertraut.

Jeder zeigt Persönlichkeit,

mancher nur sein Narrenkleid …

Falten zeigen Schwächen,

Jahre die Gebrechen –

Schönheit wird manipuliert,

selbstbewusst umoperiert.

Unterliegt man einem Trick?

Braucht der Mensch den Schönheitstick?

Psychisch angeknackst und lahm

wird kaschiert der Seelenkram.

Fortschrittliches Denken

gratis, zum Verschenken:

Lacht mit Kinderzöpfen,

steht zu euren Köpfen!

Wichtig ist Persönlichkeit,

nicht ein starres Maskenkleid.

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Schakim