Archive for März 2010

Flausen

März 30, 2010

 

Kennt ihr die Flausen,

wie sie berauschen?

Sind sie nicht Sonnenschein,

schmeicheln sich heimlich ein?

Solln sie verstummen,

anstatt zu summen?

Hat man sich eingeträumt,

bleibt nichts mehr aufgeräumt.

Alles, was siegen will,

wartet verborgen still –

Flausen im Stundentakt

spiegeln die Seele nackt –

Und dann entgleiten sie

irgendwo – irgendwie.

 

 

Schakim

 

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Anders

März 29, 2010

 

Gedanken spriessen unverdrossen

aus einer kleinen Schläfenecke

und kitzeln viele Sommersprossen,

bis eine ruft: „Schaut, ich entdecke

die Welt mit meinen Augen anders.

Ich starre weit hinaus in Sterne,

in jungfräulich moderne …“

 

Ich würde gern die Träume deuten,

die sich ins Universum streuen.

Dann sagen dir die Therapeuten:

„Du darfst dich nicht vor Träumen scheuen,

denn deine Träume sind nur anders,

sie zieren sich vor Wirklichkeiten,

die sich ganz unverblümt ausbreiten.“

 

So hat es vielleicht angefangen:

Viel Luft aus einer vollen Lunge –

Gedanken kommen, sind gegangen

und bringen einen toll in Schwunge,

denn jedem ist der Denkstil anders:

Der eine singt mit lauten Noten

und wird von leisen überboten.

 

Es gibt schon ganz besondre Wesen,

die sich wie helle Sterne zeigen –

Sie ziehen an, man will sie lesen –

Derweil die schwarzen Löcher schweigen,

denn etwas zeigt sich immer anders …

Gedanken sind im Wunsch nach Blühen

unendlich ewiges Bemühen …

 

Schakim

Strömung

März 26, 2010

 

 

Ich schwimme nicht gegen den Strom,

ich schwimme nur langsam.

Und gab es auch Spott und viel Hohn,

Gemecker – was ist denn das schon?

Ich werde dadurch doch nicht handzahm!

Ich wünsch nicht den andern zum Mond,

verwünsche mich selber!

So bleibt dann der andre verschont

als wär er ein König, der thront –

Wie freuen mich Kühe und Kälber!

Inmitten der tiefschwarzen Nacht

bestimme ich immer

den Stern, der in Träumen mir lacht –

Das hat mir manch Feuer entfacht –

In Zeitlupe glänzt noch ein Schimmer.

Wer hält sich in Strömungen auf,

dem ewigen Rauschen?

Das Leben bestimmt unsern Lauf!

Ich freue mich täglich darauf

und möchte mit niemandem tauschen!

 

Schakim

Ruhe und Stille

März 24, 2010

Ist es Kunst, die sie bringt?

Ist’s der Vogel, der singt?

Ist’s der Wald, der frisch grünt,

eine Wiese, die blümt?

Wo ist Ruhe und Stille,

die Auszeit im Leben?

Für alles die Pille?

Zuviel leere Reden!

Wir schwingen den Meissel

und drehen wie Kreisel.

Wir tanzen und lachen

und lassen es krachen,

versäumen, was wichtig …

 

Die innere Ruhe

ist eine Schatztruhe,

doch diese zu finden

benötigt -zig Stunden

mit Hadern und Denken.

Lasst Stille euch schenken!

Ob Wüstensand, Meeresstrand –

Jeder hat es selbst in der Hand!

Webt aus den Träumen euch ein Gewand,

das Rast und Ruhe bringt!

Auf – es gelingt!

 

Schakim

Auf den Weg

März 23, 2010

Markiere mir den Weg, auf dem ich gehen soll –

Entdecken ferner Inseln wäre vielleicht toll!

Wir wählen Menschen aus wie einen Blumenstrauss –

Sie treiben vor uns her im aufgewühlten Meer …

Da fühlt man tief im Herzen manchen kleinen Riss –

Es ist nicht schlimm, ein harmlos kleiner Wildverbiss.

 

Schakim

Das Wort ein Ungetüm

März 22, 2010

 

Ich baue mir ein Märchen auf

aus Worten nie gehört

und geb den Dingen ihren Lauf,

obwohl mich manches stört.

Symbol von Ängsten ohne Grund

begleitet meinen Weg,

verlässt es doch den tiefen Schlund –

Das ist sein Privileg.

Fantastisch und extrem erscheint

das Wort als Ungetüm,

selbst wenn es etwas andres meint,

verhält’s sich ungestüm.

Ich will ein Fabelwesen sein

in meiner Fantasie

mit Worten – alle lupenrein –

Ein Wunsch voll Melodie.

 

Schakim

 

 

 

Popapi

März 21, 2010

Aufgestellt durch Unbekannt

sind wir manchmal wortgewandt,

doch es gibt auch manchen Tag

mit betrübtem Niederschlag.

Popapi – warum betrübt?

Ist dein Herz nicht eingeübt?

Hält es dich nicht täglich wach?

Gehst du seinem Klang nicht nach?

Pipapo – ich schlage vor,

öffne ihm dein grosses Ohr,

lausche, dass es nicht verzagt

und kein Kummer an ihm nagt. 

Papipo – ich weiss genau,

Dachse schützen sich im Bau.

Flüstre leise vor dich hin:

Glücklich bin ich, weil ich „bin“ …

 

Schakim

Pfützen

März 16, 2010

 

Ich bin der kleine Mann, der dir durch deine Träume springt –

Ich bin der kleine Mann, der sich durch jeden Regen singt!

Ich hüpf durch alle Pfützen wie ein gelber Tennisball

und seh es herrlich spritzen – glitzern wie ein Sternenfall.

 

Ich bin der kleine Mann, der grundlos dein Begleiter ist –

Ich bin der kleine Mann, der sieht es, baust du einen Mist!

Ich könnte manchmal Totengräber sein, das glaube mir,

dann seh ich widerum, es steckt zu viel an Kraft in dir!

 

Ich bin der kleine Mann, der so wie du gern Beeren pflückt –

Ich bin der kleine Mann, der denkt, das Leben spielt verrückt!

Ich sprudle, gurgle wie ein kleiner Bach durchs frische Grün,

bin zeitlos, weck in dir die Träume wach zum ewig Blühn.

 

Schakim

 

Fingerfertigkeit

März 15, 2010

 

Sind es Elektroden, welche unsre Hände steuern?

Oder sind’s die Hirnstrukturen unsres Selbst?

Ist Gedankenübertragung eine Sinnesleistung?

Weisst du’s oder ist es nur ein Trugbild, das du wälst?

Vieles lernt der Mensch zu schätzen, wenn er es vermisst,

deshalb ist es bald schon tragisch, wenn man was vergisst.

Unversehrtheit eines Körpers und ihn zu benutzen

ist ein Gut, das nicht mit Reichtum aufzuwiegen ist.

Will man dir die Federn rupfen und die Flügel stutzen,

halt nicht hin, weil du zu kostbar dafür bist!

 

Schakim

Kindheitserinnerung

März 14, 2010

Kinheitserinnerungen tauchen auf:

Die Landschaft ist verspielt und weit,

der Weg in ihr unendlich breit –

Wie schnell jedoch vergeht die Zeit,

beengt und zeigt den Weg ganz schmal.

Jetzt frag ich mich, ist das fatal?

 

Kindheitserinnerungen tauchen auf:

Die Tage scheinen endlos lang

mit ihrem fröhlichen Gesang –

Wer zeigt mir den Zusammenhang?

Erinnerungen tragen weit

in eine längst verlorne Zeit.

 

Kindheitserinnerungen müssen sein!

Gedanken öffnen sich dem Licht,

sie zeigen alles, auch Verzicht

und Träume wie die Zuversicht.

So macht das Graben einen Sinn,

ich stecke noch im Graben drin!

 

 

Schakim