Archive for Mai 2010

Laue Luft

Mai 28, 2010

Herrlich diese Frühlibgszeit!

Schnell hinaus! Man muss es sehn!

Wie es blüht und Blüten schneit,

bis wir vor dem Sommer stehn.

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Laue Luft, vorbei was kalt –

Vögel zwitschern voller Stolz

und im nahen Buchenwald

knirscht das morsche, tote Holz.

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Alles strebt hinauf zum Licht,

wenn die Sonne sich ergiesst –

Bilder werden zum Gedicht,

welches aus der Seele fliesst.

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Ach, wie sind wir Menschen klein,

unbedeutend unser Los –

Viele Fragen laden ein,

stellen unsre Lücken bloss …

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Was verspricht die laue Luft?

Bleibt sie uns nicht auch oft fern?

Roter Mohn mit schwachem Duft

grüsst und lockt als roter Stern.

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Munter pfeifft zerzaust ein Spatz

irgendwo auf einem Ast –

Welch ein Frühling, welch ein Schatz!

Und man übersieht ihn fast …

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Schakim

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Verbindung zum Himmel

Mai 27, 2010

Verspürst du manchmal nicht den Drang

als ob dir jemand leis befiehlt,

den Baum zu küssen,

wenn er mit dem Himmel spielt?

Die Blicke wandern längst entlang

den Grenzen zwischen Blau und Grün

und scheinen plötzlich aufzublühn.

Ein Traum, der immer wiederkehrt,

als Schrei verlässt der deinen Mund –

Du könntest weinen

 – pure Freude tut sich kund –

Der Vogel singt, du hast’s gehört –

So wie es ihn zum Himmel drängt,

so hast du oft dein Herz verschenkt.

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Schakim

Unbequem

Mai 21, 2010

Nun sieh, wie Träume sich ergänzen,

natürlich nur bei dem, der träumen will,

und wie die Augen dabei glänzen

und eine Welt um ihn herum ganz still.

 

Man kann die Träume weiterschenken,

nur  manche davon sind auch unbequem,

doch viele regen an zum Denken

und machen eine Sache angenehm.

 

Antennen richten sich aus auf Empfang

mit digitalisierten Welten,

bis Sucht entsteht, ein immens grosser Drang –

Ein deckungsgleicher Traum ist selten.

 

Chemie in diesen Träumen mag es sein

mit Unordnung zum sich verbreiten –

Und immer wieder fällt der Mensch drauf rein,

weil ihn die kleinen Teufel reiten.

 

Schakim

Sammelfieber

Mai 20, 2010

Da liegen Steine überall

und nirgends singt die Nachtigall,

die Steine aber setzen Zeichen,

indem sie Menschenleben gleichen.

 

Du findest sie vor jeder Tür

und fragst dich vielleicht „ach, wofür …

die Menschen sich durchs Leben pflügen

und sich nicht einem Puzzle fügen.“

 

„Das Schöne finden will ich sehn“,

das denkst du im Vorübergehn –

So sammeln sich wie Steine Namen,

verwehen wie im Wind die Samen.

 

Schakim

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fisch an Land gezogen

Mai 18, 2010

Ein Fischer jubelt manchmal sehr,

denn Fische gibt es viel im Meer,

soviel wie Blumen hübsch im Beet,

nur dass ein Unterschied besteht.

Natürlich ist dem Fischer klar,

nicht jeder Fisch ist auch ein Star,

doch landet einer auf dem Heck,

dann fehlt nicht viel zum Essbesteck …

Manch Fische zappeln wild umher

und das gefällt dem Fischer sehr,

schon manchen hat er auch geküsst

und nach dem Essen sehr vermisst.

Doch wohl bemerkt, es gibt ja viel,

so wiederholt sich auch das Spiel,

er wirft ruckzuck die Angel aus,

da zappelt schon der nächste Schmaus.

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Schakim

Disziplin

Mai 17, 2010

Wir könnten unsern Ehrgeiz sparen,

so wie ein jeder diesen kennt

und sich in ihm auch schnell verrennt –

Doch birgt das nicht in sich Gefahren?

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Wo glitten unsre Träume hin,

Verlockung aller schönen Dinge?

Längst zeichnen müde Augenringe

die Restsubstanz vom wahren Sinn.

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Die Disziplin beiseite legen,

so dass die Wirklichkeit verschwimmt?

Vergnügen macht das ganz bestimmt –

Bald wird es langweilig im Leben …

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Ein jeder tut, was ihm entspricht

und hofft das Glück dabei zu finden,

mit Disziplin es anzubinden …

Doch leider, leider geht das nicht.

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Schakim

Souvenirladen Leben

Mai 16, 2010

In meinem kleinen Laden,

da gibt es viel zu sehen.

Erinnern kann nicht schaden,

man lernt nur zu verstehen …

Sortiere Souvenire

und miste auch mal aus,

selbst wenn ich eins verliere,

gefüllt bleibt doch mein Haus.

 

Ich wandre über Brücken,

verliere viele Sachen,

doch stets packt mich Entzücken

und immer neu das Lachen!

Sortiere Souvenire

und sammle neue an,

so dass ich triumphiere

und weiter träumen kann!

 

Dem Universum Leben

mit Freude stets begegnen

und Freude weitergeben,

das soll die Menschen segnen.

So häufen sich Momente

mit jedem Tag erneut

zu einer Zeitungsente –

Ich hab es nie bereut …

 

Was nützt uns dieses Wissen,

wenn Träume Wege finden?

Wir sind vom Traum gebissen,

weil wir ihn an uns binden.

Ich staple alte Schachteln

und lasse Licht herein,

da flitzen plötzlich Wachteln

und mir entfährt ein „Nein!“

 

Ob Schwermut, Heiterkeiten –

ich packe sie in Schleier –

Den Schimmel muss man reiten

nicht nur bei einer Feier!

Ein Souvenir vererben,

das bleibt ein offner Traum,

wenn Existenzen sterben,

gelingt das kaum.

 

Schakim

alles für alle …

Mai 11, 2010

Blauäugig – ein typischer Traum –

Alles für alle, das gibt es wohl kaum!

Gebt den Dingen einen Namen

und in Winde streut die Samen,

dass vielleicht ein kleiner Teil

bringe allen Leuten Heil.

Ach, ein jeder sähe gerne

hunderte der fernen Sterne,

sucht in fremden Augen Funkeln

und entdeckt nur, wie sie dunkeln.

Denn vor vielen Dingen blind

ist die Welt – erklär’s dem Kind,

welches ahnungslos noch staunt

und geküsst wird gut gelaunt.

 

Schakim

Nebenbuhler

Mai 9, 2010

 

Allen will er es wohl zeigen

und er tanzt den Götterreigen –

Immer tut er es und häufig

und viel mehr noch unvermutet,

weil ihm seine Seele blutet –

Ein Begriff uns sehr geläufig.

 

Mächtige Gefühle wogen,

das Verhalten ungezogen –

Diese Unruh zeigt im Wandern

wie gestörter Seelenfrieden

pixt – man wird davongetrieben

von der einen zu der andern.

 

Einen Konkurrenten jagen

geht nur, wenn Gefühle plagen!

Vieles fügt sich neu zusammen

wie ein Mosaik der Römer –

Nur viel herrlicher und schöner!

Abergläubisch staunen Ammen.

 

Immer hat sich halbes Wissen

in den Köpfen festgebissen!

Und so zaubern Märchenfetzen

viele Dinge zu was Neuem,

ohne sich davor zu scheuen,

während andre Klingen wetzen …

 

Schakim

Wünsche

Mai 7, 2010

Das sind die Wünsche und das die Realität –

Das sind die Träume  und viele kommen zu spät –

Das Glück auf Erden zu finden,

wenn alle Quellen verschwinden,

das scheint ein Ding der Unmöglichkeit –

D’rum treibt es Seelen so rastlos weit –

Ob Macht und Geld uns gefallen – Boote sind voll!

Die Erde ächzt und der Himmel schickt uns den Groll.

 

Schakim