Archive for Juni 2010

Gegenwart

Juni 30, 2010

Gegenwart – ein Ziegel fällt

beinah nur auf deinen Kopf.

„Glück gehabt in dieser Welt“,

denkt auch jener Mann am Tropf –

Leblos im sterilen Raum

wird’s ein Wiedersehn im Traum …

 

Wie Vergänglichkeiten sind,

wenn die Feuerstelle raucht.

Warum ist der Mensch oft blind,

handelt kopflos bis er taucht

auf aus seiner Scheinwelt Traum,

wünscht die Wiederkehr dann kaum.

 

Jeder Tag im Hier und Jetzt

zeigt uns bloss Vergänglichkeit,

wie der Mensch durchs Leben hetzt

unzufrieden weit und breit,

wie er Traum für Traum aufspürt

und ihn nur am Rand berührt …

 

Schakim

Advertisements

Hör auf deine Stimme …

Juni 28, 2010

Hör auf deine Stimme, die im Innern spricht,

sieh den Himmel leuchten und das Dunkle nicht.

Folge deinem Herzen, denn es gibt dir Gas,

freue dich an Blumen, zupf das Zittergras.

Hör die Grillen zirpen, trag den Kopf mit Stolz,

fühl die Wunder wirken, stets dosiert – was soll’s.

Öd sein kann das Leben zwar an einem Tag,

Früchte aber reifen auch nicht Schlag auf Schlag.

Sieh, es ist nur Schwäche und ich weiss, sie lähmt,

manchmal braucht es diese, weil sie etwas zähmt.

Hör auf deine Stimme, denn sie weist den Weg,

ruhen kannst du später, bist du müd und träg.

 

Schakim

Trampelpfade

Juni 27, 2010

 

Die Trampelpfade aufgerissen,

weil Sommer auf den Wiesen steht,

so geht es mir und dem Gewissen,

in das Erinnrung fächelnd weht.

 

Dem Fluss des Lebens unterlegen

– er reisst mich einfach mit sich mit –

beginn ich einen Wunsch zu hegen

auf diesem wilden Teufelsritt.

 

Wo Sterne nächtlich lautlos blinken,

das Herz sich nach viel Ruhe sehnt,

da scheinen Träume zu versinken –

Der Flussgott rauscht vergnügt und stöhnt.

 

Die Tränen werden Risse flicken,

ein Schiff bald ankern in der Bucht,

wo Sonnenblumen lächelnd nicken –

Hier enden Träume auf der Flucht.

 

Ich würfle wilde Blumensamen

und puste alle von mir weg.

Die Wege enden ohne Namen …

Mein Herzblut tropft, da ist ein Leck.

 

Schakim

Sie kommen und sie gehen …

Juni 25, 2010

 

Ich bin am Denken

mit müdem Blick,

kann nichts mehr lenken –

Das ist Geschick.

Es ändern wollen,

das geht nicht mehr –

Vorbei das Tollen

– es fehlt mir sehr –

im Spielzeuggarten,

in Wald und Feld –

Jetzt kommt das Warten

in meiner Welt.

Sie kommen, gehen

auf schmalem Weg –

Ich kann’s verstehen –

Mein Privileg.

So geht’s der Menge.

So soll es sein.

Flott im Gedränge

quält sich das Schwein.

Die Qual zu wählen,

das gilt für sie –

Und Muskeln stählen

nur irgendwie.

 

Ich trenne Träume

vom grossen Traum

und nähe Säume

aus Gischt und Schaum

mit vielen Wellen

und warmem Wind.

Randvolle Kellen,

die machen blind.

 

Gelingt das Staunen

noch so wie einst

bei Kinderlaunen,

um die du weinst?

Sie kommen, gehen

ganz ungefragt.

Doch sie verstehen,

das ist, was nagt.

 

 

Schakim

 

 

 

Nicht immer …

Juni 24, 2010

 

Nicht immer stehst du auf der Erde,

nein! Manchmal bist du wie der Wind

und galoppierst wie wilde Pferde

in deine Träume – einfach blind.

Das sind Minuten, ewig lange,

sie sind kaum sichtbar auf der Uhr –

Verfolgen wirst du ihre Spur

und stehst in einer Warteschlange.

Wenn all die andern dich verstehen,

die vor dir fliegen im Geschehen,

dann weisst du, es geht allen gleich,

denn Träume sind ein Eigenreich.

Man will dort angenommen werden,

der Hunger ruft nach Brot und Wein,

dann sucht man Hafer bei den Pferden,

erwacht verblüfft – es muss so sein!

Vorbei die Träume und das Tauchen,

es ist so wie es immer ist,

bis Katzen schnurren oder fauchen –

Die Wirklichkeit ist oft nur Mist,

der wärmt mit seinem Eigenleben –

Die Träume führen in ein Schweben …

 

Schakim

 

Aufbruch

Juni 23, 2010

 

Vom Schlafen trägst du noch den Duft

hinaus in frische Morgenluft.

Der Wunsch an deinen Tag ist gross,

dich tragen deine Flügel los.

Jetzt brauchst du deinen jungen Mut –

die Welt entdecken tut dir gut.

Die Träume sind vom Schlaf geschenkt,

du aber wählst und weisst, wer lenkt …

Ich traure keinem Schritt dir nach,

denn vor dir liegt die Zukunft brach.

 

Schakim

Und bald wärmt dich Sonnenschein

Juni 20, 2010

Wenn dich das grosse Weinen packt,

zeigt sich deine Seele nackt,

zittert, sendet Tränen aus –

Schmerzen eilen längst voraus.

 

Was hast du alles unterdrückt,

Welten dir zurecht gerückt!

Fliesst dein ganzer Stolz davon?

Taschentücher sind ein Hohn.

 

Falls ich dir helfen kann im Schmerz,

öffne mir dein wundes Herz,

lass des Himmels Blau hinein

und bald wärmt dich Sonnenschein.

 

Schakim

Wenn’s nicht klappt …

Juni 15, 2010

 

Das ist dein  Weg, du wirst es schaffen!

Du bist ein Unikat in dieser Welt,

in einer Welt, in welcher Affen.

am Brotbaum nagen, bis er fällt.

 

Das ist dein Kopf mit Schwächen, Stärken –

Er ist für dich wie eine Zauberfrucht.

Lass es die Umwelt wissen, merken

und schlage alle Feinde in die Flucht!

 

Was willst du mehr? Du musst es glauben,

das Bild des Lebens ist ein harter Stein.

Doch auf den Steinen landen Tauben

und wärmen sich im goldnen Sonnenschein.

 

Schakim

Pause

Juni 14, 2010

Wir gehen vorwärts, keinen Schritt zurück

und möchten uns, so gut es geht, verschleiern.

Wir sind die Fische, achten uns vor Reihern

und werden wir verschont, dann ist es Glück.

 

So ist das Leben, wenn es nicht verstummt,

verletzt es einen, zieht man gern Vergleiche.

„Verzeihung“ sagt es, „spürst du meine Streiche?“

Es kümmert keine Biene, wenn sie summt.

 

Erschöpft erreichen wir den warmen Stein

und setzen uns – man nennt das kleinlaut „Pause“.

Im Nacken zuckt und juckt sie, eine Flause.

Genügsam denkt man „Mensch, wie hat ich Schwein!“

 

Schakim

Mixed

Juni 10, 2010

 

 

Ich mische meinen Himmel, bleib ihm dennoch fern,

denn fallen könnt ich wieder tief hinunter.

Warum nur leuchtet dort so mancher Stern,

erhellt die Welt und zaubert diese bunter?

Mit all dem vielen Glanz und dem Geflitter

verschwindet das, was wirklich wertvoll ist.

Erträum ich mir vielleicht ein Ionengitter?

Mir ist, als ob mich mancher Traum auffrisst.

 

Vermischt sich deine Wirklichkeit mit Träumen?

Du stehst im kunterbunten Allerlei.

Versuch es nicht, das Träumen zu versäumen,

denn Träume halten dir die Wege frei.

Das Leben ist die wahre, grösste Kostbarkeit,

es zeigt sich in den vielen Kinderseelen.

Entdecke sie und sei dazu bereit,

den Schimmer zu bewahren von Juwelen.

 

Schakim