Archive for Dezember 2010

online

Dezember 29, 2010

 

Ich schreibe dieses Jahr nichts mehr,

ich hab‘ zu viel geschrieben.

Es herrscht ein Chaos im Verkehr,

das Herz will nicht mehr üben.

Der PC ist wie immer hell

mit seinen online-Spuren,

auch ausgeschaltet ist er schnell

und ohne viel Blessuren.

Man soll nicht immer online sein,

gut ist es auch zu schweigen.

Wie schön die Blüten sind, wie rein,

aus Schnee und Eis an Zweigen …

 

Schakim

 

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Fahre in den Frühling

Dezember 28, 2010

 

Fahre in den Frühling! Fahre mit dem Wind!

Flieg in deine Träume, die dir eigen sind.

Lass die andern denken! Lass der andern Tun!

Wenn dich Träume lenken, brauchst du Zeit zum Ruh’n.

Fahre in den Frühling! Fahre in den Wind!

Sei in deinem Herzen ein verspieltes Kind …

 

Schakim

Brr..

Dezember 26, 2010

 

Brr! Heute ist es bitterkalt.

Das Eis blüht auf und singt im Wind.

Verzaubert ruht der Winterwald

in seiner neu erworbenen Gestalt

und zeigt: „Versteckte Träume sind

ein Schweigen und ein grosses Staunen

in märchenhafte Winterlaunen.“

 

Brr!  Heute fehlt mir ein Gesang,

selbst wenn die Sonne silbern scheint.

Auf Schnee gewartet hab‘ ich lang –

Nicht unbedingt verspür ich grossen Drang,

hinaus zu gehn – kalt ist der Feind …

Ich stammele Entschuldigungen

und atme tief, tief in die Lungen.

 

Brr!  Heute klirrt der Frost im Land,

der mit Verzauberungen spielt –

Kristalle formen seine Hand

mit einem filigranen Silberband –

Er grüsst beherzt, bis man ihn fühlt –

Drinn‘ in der Stube will ich winken

und warm in Winterträume sinken …

 

Schakim

Sterne an den Hausfassaden

Dezember 25, 2010

Sterne an den Hausfassaden,

wohin das Auge reicht –

Alles sind nur Maskeraden

in der Weihnachtszeit.

Willst du durch die Fenster sehen,

musst in dunklen Nächten gehen –

Das erst ist geheimnisvoll,

der dir Schauer bringen soll …

 

Lichterketten ohne Ende –

Sie gaukeln etwas vor.

Starr auf ’s Schlachtfeld ihrer Hände

und den Trauerfloor

all der ausgelaugten Seelen,

welche sich durchs Leben quälen

voller Narben und voll Mist,

weil die Seele nicht vergisst …

 

Sterne an den Hausfassaden,

so weit das Auge reicht –

Hoch am Himmel Myriaden

Sterne der Vergangenheit:

Dieses unscheinbare Glimmen

kann oft mehr besinnlich stimmen –

Warum pflegt man einen Traum?

Frag mich nicht, ich weiss es kaum …

 

Schakim

Blumentopf

Dezember 25, 2010

 

Der Blick hinaus zum Fenster ist ein Traum:

Mit all dem Schnee, da wird man wieder jung!

Wie aber ist es mit dem Innenraum,

gerät man mit ihm auch noch mal in Schwung?

 

Da stehen Blumentöpfe – jeder lacht!

Und selbst im Winter sind sie blütenreich –

Und jede Blüte triumphiert – ganz gleich,

ob Tag herrscht oder tiefe Mitternacht.

 

Bald reist man mit den Blüten weit ins Land

und mit den Füssen stapft man durch den Schnee

und gibt den Träumen fröstelnd seine Hand

und atmet tief und lacht vergnügt „Juhee“!

 

Schakim

Der Schneemann in der Manteltasche

Dezember 25, 2010

 

Der Schneemann in der Manteltasche,

das ist der eigne Lebenslauf –

Es krönt ihn oft ein Haupt voll Asche

und plötzlich löst viel Rauch ihn auf.

 

Was bleibt, ist Sehnsucht und die Trauer,

das Fragezeichen mit dem „Wie“,

dann strömt ein leichter, kühler Schauer

mit ins Vergessen und ins Nie.

 

Der Schneemann folgt dem Wanderstabe

und taucht in Lust ein und in Leid –

Die Manteltasche wird zur Schabe

und frisst sich fett am kühlen Kleid.

 

Der Schneemann bettet sich ins Singen,

die Sehnsucht legt sich als Gebet

in Eiskristalle, um zu klingen,

bis tiefe Leidenschaft verweht …

 

Schakim

Leise, ganz leise …

Dezember 24, 2010

Ich wünsche leise Weihnachten euch beiden,

geschenkevolle Einkaufstaschen,

ein bisschen Schnee auf Wiesen und auf Weiden

und warme Schuhe mit Gamaschen.

 

Die Bäume werden sich ganz weiss einkleiden,

und in sie bald die Sonne scheinen –

Mit all dem Funkeln kann man ’s kaum vermeiden,

dass plötzlich all die Bäume weinen …

 

Ich will den Schnee zu Glück und Bällen formen,

um euch damit zu überraschen –

Entspricht das nicht den uns gewohnten Normen,

lasst Korken springen aus den Flaschen …

 

Jetzt wünsch ich euch noch einmal wirklich leise

Besinnlichkeit zum Weihnachtsfeste

und allen Flockenkindern gute Reise –

Auf Schicksalswegen nur das Beste …

 

Schakim

Perlentaucher

Dezember 24, 2010

 

Er macht längst jede Nacht zu seinem Tag

und schwimmt mit Fabelwesen stille Runden –

Wie schnell vergehen ihm dabei die Stunden –

Ob einer seiner Träume sich erfüllen mag?

 

Bald knackt er Muscheln auf. Beglückt vom Fund

erträumt er sich aus diesem Wassernixen,

die, seelenverwandt, seine Träume mixen.

Ein Traum entführt ihn zum Korallenmund.

 

Er flüstert: Jedes Jahr ist mir geschenkt –

Die innren Ströme fliessen und sie binden

mich ein ins Wasser wie den Baum in Rinden.

 

Im Schicksal ruht der Zufall und er lenkt

den Perlentaucher in der Qualle Arme –

Da überkommen ihn Gefühle, warme …

 

Schakim

Spitze

Dezember 23, 2010

 

Ein Blick zurück, da war ich klein

und alles musste „Spitze“ sein:

Vom Unterrock bis zu den Schuh‘

wie Milka und die Milkakuh.

 

Es war so toll, es war so in –

das meinte auch die Lehrerin

mit ihrem Afrolockenkopf

auf einem bunt gestrickten Schopf.

 

Die alten Träume machen still,

die Ruhe, die man sonst nicht will –

Und alles wegen diesem Band

aus alter Spitze in der Hand.

 

Wer kennt die „Spitzenklöpplerin“?

Vermeer, der sie mit Pinsel fing –

Die spitzen „Spitzen“ unsrer Zeit

hingegen sind Vergangenheit …

 

Schakim

Der Kaktus blüht um die Ecke

Dezember 22, 2010

Hab dort drüben einen Stachelfritz gesehn,

musst gerade aus und um die Kurve gehn,

übersäht mit vielen Knöpfen wird er blühn,

aber vorher musst du dich um ihn bemühn …

 

Auf  den Stacheln funkeln Regentropfen fein,

manchmal blitzen sie wie goldner Sonnenschein,

aber vorher musst du um die Ecke gehn

und dann spürst du bald, es ist um dich geschehn.

 

Schakim