Archive for Februar 2011

Treffpunkt

Februar 27, 2011

 

Du bist der Treffpunkt und du bist ein Fixpunkt in der Zeit –

Mit dir, da müssen die Gedanken einfach stetig reifen

und virtuelle Päcklein werden mit den Rosaschleifen,

als gäb es hier in diesem Leben nichts als Zeitvertreib.

 

Du bist der Treffpunkt und das macht dich unvergleichbar reich –

Man sucht sich tausend Gründe, um für dich die Zeit zu finden,

die Zeit, die hinter Schleiern sich versteckt, um zu verschwinden …

Gedanken perlen wie an Schuppen ab durch ihren Streich …

 

Du bist der Treffpunkt und mit dir, da kann man weiter wachsen,

in einen grossen, alten Baum mit vielen Wundern blicken –

Man sieht sich in der Zeit zurückversetzt, da knarren Achsen

mit Wackelhunden, deren Köpfe  still bejahend nicken …

 

Schakim

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Dänemark

Februar 26, 2011

Verzeihung, gibt’s mit D ein Land,

das weit, europaweit bekannt –

Und kennst du dazu eine Frucht

mit D – für manche eine Sucht …

Juchee!

Das D macht richtig aufgeregt,

weil es das Flatterherz bewegt –

O wei, o wei, schau einer an,

was man mit D so finden kann:

Die „Dosenfrucht“, die ist zu schwer,

sie schwimmt im Zucker hin- und her –

Nur eine hebt doch aus dem Sattel,

natürlich was sich reimt auf Dattel …

 

Juchee, juchee, was klebt am Schrank,

was für ein Bild mit D im Land?

Das fährt dir glatt durch Bein und Mark –

Erraten – es ist Dänemark!

Da sieht man wieder einmal mehr,

das Raten ist gar nicht so schwer –

Doch wehe dem, der nicht gern paukt,

den Trinkhalm biegt und an ihm saugt,

dem sagt man einfach klipp und klar,

so wie das früher immer war,

er sei jemand, der zu nichts taugt …

Juchee!

Mit einer Flasche Wein, dem Dôle,

da fühlt sich jeder Pudel wohl.

Welch süsser Schluck, welch herber Trank!

Ihm widmet man mit D nun Dank …

 

Schakim

Speichern

Februar 26, 2011

Wir speichern alle nur das Gute,

das andre will man ja nicht sehn –

Man könnte etwas falsch verstehn –

Der Teufel in uns schwingt die Rute

und grinst dazu beim Tänzlein drehn…

 

Wer kann schon frohe Laune speichern

und erst noch mit viel Mitgefühl?

Jetzt wird’s erst mulmig, schwül –

Man könnte sich verfehlt bereichern

und dies natürlich mit Kalkül.

 

Wir speichern stets das grosse Loben

und wie man weisse Hemden trägt –

Erinnerung wird abgesägt

auf einem steilen Weg nach oben –

Charakter ist’s der prägt …

 

Schakim

Dein Weg

Februar 26, 2011

Dein Weg ist noch weit, noch nicht sichtbar sein Ende –

Wo Winde verstummen, da reichen sich Hände –

Das Herzen mit lieblichen Tönen vermehren,

damit sich die Teufelchen in dir abwenden.

Wenn Frühlingserwachen sich sammelt auf Ähren,

pass auf, denn sonst könnte die Sonne dich blenden …

Wer pflückt sich schon goldene Tage im Träumen,

wenn überall Blüten die Wegränder säumen?

Verschliess nicht die Augen vor Zweifel und Hadern –

Dein Blut wird sich wärmen und fliesst durch die Adern –

Das Dunkle in Falten erhelle mit Lichtern –

Die Augen der Sinne, das sind nur die Boten,

doch öffne sie immer nur, wenn du auch nüchtern,

sonst hörst du nichts andres als Sprüche und Zoten …

Entdecke den Marktplatz mit Düften der andern,

entdecke die Liebe zum Licht und zum Wandern …

 

Schakim

natürlich

Februar 25, 2011

Du hast – wie nennt man es – Ecken und Kanten –

Und immer such ich nach den mir unbekannten

Polaritäten wie ferne Gestirne,

indem ich chaotisch denke und hirne …

Die Würfel fallen auf den Tisch – ein Krachen –

Der Stuhl am Kippen – wie muss ich jetzt lachen …

Natürlich vermischt sich Einbildung und Fantasie –

Natürlich – alles vermischt sich irgendwie –

Du gibst mir Grade an im Visier –

Ich ziele in die Luft auf ein fiktives Tier …

 

Schakim

Totholz

Februar 22, 2011

 

Jetzt liegen wieder viele Stämme quer –

Der Förster meint: Sie werden so nicht bleiben –

Sie waren nicht geeignet, um zu treiben

und taugten nicht einmal fürs Schiessgewehr.

 

Mit etwas Glück entsteht daraus ein Bett –

Ein guter Schreiner baut sich eine Hütte –

Erklär mir aber dieses Trommeln – bitte! –

Was nützt dem Schwarzspecht Totholz hier als Brett?

 

Das Totholz ist ihm seine kleine Welt,

er baut sich darin Höhlen, um zu nisten.

Noch hört man oft das Trommeln des Vermissten,

verharrt dann stille, staunt, weil es gefällt.

 

Nicht alle Höhlenbäume bleiben stehn!

Denn Wälder muss man hin- und wieder lichten,

damit sie sich nicht allzu sehr verdichten,

wo Menschen Pfade suchen und nichts sehn …

 

Was treibt dich her? Wer schickt dich auf Besuch?

Erkennst du alle Stimmen deines Waldes?

Tritt auf das Moos, auf dieses grüne Zaubertuch,

fahr mit der Hand darüber und behalt es

 

gedanklich als die kleine Kostbarkeit

und schenk ihm wie dem Totholz Interessen.

Lass dich von Rumpelstilzchen nicht erpressen,

wenn’s über Stämme tanzt und lauthals schreit:

 

Schon wieder ist ein morscher Baum gefällt!

Soll dieses Totholz doch zur Hölle fahren!

Noch gibt’s genug davon – man muss nicht sparen –

Doch wehe dem, der sie zerstört, die Welt …

 

Schakim

 

 

Wo findet sich …

Februar 21, 2011

 

Wo findet sich das Gold, das deinen Himmel überzieht?

Wo findet sich das Licht, mit dem man in das Dunkle sieht?

Erzählen kannst du, nur das Zuhör’n fällt nicht immer leicht,

weil Dinge neu entstehn und keins das Ende schnell erreicht.

Wie lebte einer damals und wie ist es hier, im Jetzt?

Was tat er, waren seine Flügel wund, sogar verletzt?

Im heitern Ratespiel erzählst du, was du weisst und kannst,

so dass in deinen Augen stets ein Feuer blitzt und tanzt.

Wer findet in dem Lachen deiner Winkel um den Mund

geheimnisvoll Verborgnes – hält den Fruchtsalat für bunt?

Man lernt zu schauen, hinzuhören, seltsam still und rein

und fühlt sich wohl bei der Entdeckung dieses Anders-Sein …

 

Schakim

Es kann werden wie es will …

Februar 20, 2011

 

Du bist mein Vertrauter, mein Begleiter auf Zeit,

mit dir durchstreife ich Wüsten der Seele.

Und immer wieder entdecke und wähle

ich einfache Wege in die Einsamkeit.

 

Es ist nicht das Dunkle, es ist nicht das Träumen,

es ist das unausgesprochene Schweigen,

vor dem sich irrende Lichter verneigen,

um wider Erwarten wie Brandung zu schäumen.

 

Du siehst, wie das Leben mit den Schwächen umgeht

und wie sich Stärken daraus erst entfalten.

Um dieses Anders-Sein aber zu halten,

erfährst du den Schmerz, der durch die Dornen entsteht.

 

Es kann doch noch werden und es wird, wie es will –

Ich muss nicht immer nur suchen und finden –

Die Farben des Lebens sind zuweilen recht schrill –

Entdecke ich diese, entdeck ich Empfinden …

 

 

Schakim

Fein gemacht

Februar 19, 2011

Du lachst mir in mein Angesicht –

Ein herrlich buntes Strahlen –

Du überraschst mich damit schlicht –

Es ist zum Bilder malen.

In diesem Lächeln baden,

das ist wie pures Glück –

Vom Honigkuchenfladen

das allerbeste Stück!

 

Konservendosen öffnen,

das wär auch fein gemacht

mit Blicken, die entwaffnen –

Ein Blick genügt, der lacht.

Für schwereloses Gleiten

aus einem Haufen Mist

sind Unbeschwerlichkeiten

grossartig – man vergisst!

 

Dein Sonnentränenlachen

begeistert und steckt an.

Verschenk dein Feuer machen

nicht an den falschen Mann …

Es könnte vielleicht knallen –

Das wär ja fein gemacht –

Ob Kohlenstoff Kristallen

mit Licht den Glanz entfacht?

 

Da gibt es Theorien,

wie jeder Funken springt,

wie Menschen sich abmühen,

damit das Herzen singt.

Dein Lächeln ist ein Kreisen

um einen Sonnenball –

„Es darf niemals vereisen“,

singt dir die Nachtigall.

 

Schakim

Bubenträume

Februar 12, 2011

Ich überlege mir ganz viele Dinge, wenn der Tag sich neigt,

die Sonne untergeht und über mir der Mond sich zeigt –

Ich denke mir, du bist für mich ein kleines, warmes Licht

mit dem man sich erwärmt, Gedanken tauscht und über Sorgen spricht.

 

Wie wär es, wenn du in mein Leben tauchst, in einen Raum

und dir erfüllte sich ein längst gehegter Bubentraum?

Ich schleudre dir mein Herz entgegen und du nimmst es an,

dann blickst du in den Spiegel und erkennst: „Ich bin ein alter Mann!“

 

So wachsen Dinge, tragen keinen Namen, sind Symbol

für irgendwelche Träume, unbekümmert und frivol.

Du bist des eignen Schicksals Schmied und startest

in Träume, die du nicht erwartest …

 

Schakim