Laune

 

Schlechte Laune haben ist wie Gift

oder wie die Suppe, die versalzen –

Sei du froh, wenn dich nie schlechte Laune trifft

oder Frühlingswind, der animiert zum Balzen …

Fremder, schau – ich habe meinen Spass –

Jedes Wort verhilft mir neu zu Schwung!

Hältst du dich nicht mehr mit Lesen an mein Mass,

dann empfehl ich dir, such anderweitig nach Begeisterung …

Nun – ich weiss, es hat nicht jedes Wort den Biss –

Aber jedes Wort hat etwas – ganz gewiss!

 

Schakim

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7 Antworten to “Laune”

  1. Ralph Says:

    Ich wünsche dir wieder bessere Laune.

  2. Madame Says:

    Gewiss, jedes Wort hat etwas an sich.
    Zu lesen das Mass schlafender Geister macht keinen Spass.
    Sei Frühlingswind und balz mit dir, selbst wenn die Suppe anderer damit verzalzen.
    Es ist ihr Salz – du bist Balz.
    Streife über jeden Hügel Frühlingsduft, umschmleichle, tanze dich – mit den Strömungen der Luft.

    • schakim Says:

      Gut gebrüllt, Löwe!

      Ach, der Frühlingswind bist du?
      Oder denkst du etwa ich bin es und geh auf Reise,
      bis ich wie ein Käfer um deine Schnüffelnase kreise?
      Oh – du liest? Und hörst hier zu?
      Wenn die Osterglocken im Winde sich neigen,
      sich von ihrer schönsten und herrlichsten Seite zeigen,
      triumphieren trotzdem die Magnolienblüten in ihrer Überzahl,
      breiten einen Teppich aus und er erfreut dich von Mal zu Mal,
      bringt dein Herz in Schwung
      voll Verunsicherung …

      Ach, der Frühlingswind bist du?
      Leise werd ich jetzt. Und es fällt mir so leicht,
      weil doch jeder sich allzu gerne vergleicht –
      Mich ergreift ein Zittern im Nu.
      Menschen, fremde, nette, im Herzen vertraute
      atmen leichter frühlingsverhüllte Gedanken.
      Konstruiere Seiten und bilde zur Raute –
      Messe Winkel, Längen bis „Drachen“ sich zanken …
      Stille! Nur brüllende Löwen?
      Halt! Ich erkenne noch Möwen …

  3. Madame Says:

    Mehr wundervoll wie wahr.
    Ich glaubte nie an diese Feenpossen
    Und Fabelein. Verliebte und Verrückte
    Sind beide von so brausendem Gehirn,
    So bildungsreicher Phantasie, die wahrnimmt,
    Was nie die kühlere Vernunft begreift.
    Wahnwitzige, Poeten und Verliebte
    Bestehn aus Einbildung. Der eine sieht
    Mehr Teufel, als die weite Hölle fasst:
    Der Tolle nämlich – der Verliebte sieht,
    Nicht minder irr, die Schönheit Helenas
    Auf einer äthiopisch braunen Stirn.
    Des Dichters Aug, in schönem Wahnsinn rollend,
    Blitzt auf zum Himmel, blitzt zur Erd hinab,
    Und wie die schwangre Phantasie Gebilde
    Von unbekannten Dingen ausgebiert,
    Gestaltet sie des Dichters Kiel, benennt
    Das luftge Nichts und gibt ihm festen Wohnsitz.
    So gaukelt die gewaltge Einbildung
    Empfindet sie nur irgend eine Freude,
    Sie ahnet einen Bringer dieser Freude
    Und in der Nacht, wenn uns ein Graun befällt,
    Wie leicht, dass man den Busch für einen Bären hält!

    (Shakespears Sommernachtstraum)

    • schakim Says:

      Es gibt sie und es gab sie doch schon immer
      die kleinen Idioten auf der Welt –
      Frohlockend holst du sie dir in dein Zimmer
      als internetter User wie ein Held.
      Du brauchst dabei nicht einmal dein Gesicht zu zeigen
      und kannst es tun in alle Ewigkeit –
      Ich glaube, Shakespeare würde erst mal schweigen,
      ein guter Komodiant, der braucht viel Zeit.

      Die „Rose“ in der Blumenwelt ist schön –
      Darüber kann man sich natürlich streiten –
      Die Schönheit existiert, ist nicht zu übersehn –
      Den int’ressierten Blumenfreund wird sie begleiten –
      Wie Rosen wählt der Mensch sich Menschen aus,
      verblühen sie, dann sind sie wertlos und er wirft sie aus dem Haus.

      „Verrückte“ sind wir alle ohne grosse Worte
      und jeder von uns zählt zu einer „Rosensorte“ …

  4. Madame Says:

    Der Rest ist Schweigen.

    • schakim Says:

      Schweigen ist nicht immer recht –
      Manchem wird’s vom Schweigen schlecht –
      Schweigen aber, ist doch klar,
      bringt viel Stille – wunderbar!

      Danke für Deinen Shakespeare-Beitrag, der zeigt, wie sich schon damals Menschen Gedanken gemacht haben über „Sonderlinge“ … Wer „keiner“ ist, der soll ihn in sich finden … 😉

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